Freibad

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Im Jahre 1934/35 beschloß der damalige Rat mit Bürgermeister August Kurzen, nördlich von Wille­badessen auf dem Netheteichgelände ein Freibad zu erstellen. Da im Rahmen der Notstandsarbeiten seinerzeit die Nethe reguliert wurde, verwandte man geschickt den gesamten Bodenaushub des Beckens zur Befestigung der Ufer bzw. des Flußlaufes. Die Leitung und Aufsicht bei diesen umfangreichen Arbeiten, wo zeitweise bis zu 200 Arbeitskräfte beschäftigt waren, hatte Johannes Ortmann, der sich nicht nur gegen örtliche Widerstände, sondern auch starker Bedenken seitens der Bezirksregierung in Minden durchzusetzen hatte, war dieses Freibad doch das erste im Kreis Warburg.
Bei einer Größenordnung von 21 x 32 m, davon ein Drittel als Nichtschwimmerbecken, mit 2-m­ Sprungbrett und Startblöcken ausgerüstet, hatte das Bad angeschrägte Wände, die nicht aus Stahlbeton erstellt waren, sondern mit Natursteinen (Bruchsteine) gepflastert wurden. Die Wasserzufuhr war mittels eines Wehres mit entsprechender Überlauf­leitung gewährleistet, ebenso die Entwässerung. Im Jahre 1948 schloß dieses Freibad für immer die Tore, das heißt, die Tore waren zerfallen. Durch die Kriegsjahre vernachlässigt, sowie durch ein reißendes Hochwasser stark beschädigt, waren nicht nur das Becken, sondern auch die aus Holz gefertigten Umkleidekabinen unbrauchbar, genauer gesagt, "durchsichtig" geworden und erfüllten in keiner Weise die sittlichen und moralischen Bedingungen. Ein Umbau bzw. Erneuerung dieser Anlage erschien aus mehreren Gründen nicht angebracht; sie wurde daher in den folgenden Jahren eingeebnet.

Quelle: Willebadessen - Bilder aus aus vergangenen Tagen, Herausgeber: M. Gockel und Heinrich Müller